Soziale Projekte

A Touch of Africa baut auf drei Säulen auf …

Foto by Kapula

Qualität

Unsere Produkte sind modern, schön (finden wir zumindest selbst) und von guter Qualität. Sie sind sorgfältig in Handarbeit hergestellt. Wir möchten, dass Sie sie kaufen, weil sie Ihnen gefallen. Und nicht aus Mitleid. Sie finden bei uns keine antiken Masken und keine «herzigen» Souvenirs, die Sie irgendwo aufstellen können. Dafür schöne Gebrauchskeramik, Kerzenständer und Schmuck. Wir sind daran, das Angebot zu erweitern.

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Fairer Handel

Wir legen grossen Wert auf fairen Handel und kaufen wo immer möglich direkt beim Produzenten ein. Es sind jedoch nicht alle Kooperativen, bei denen wir einkaufen, zertifiziert, so zum Beispiel unser Tuaregschmuck, bei dem es um gegenseitiges Vertrauen geht. Auch hier helfen Sie mit jedem eingekauften Produkt, dass die einheimischen Handwerker ihre Existenz sichern und ihre Kinder in eine Schule schicken können.

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Hilfsprojekte

In vielen afrikanischen Ländern gibt es wenig oder keine Infrastruktur – was für einige Wohlhabende existiert, basiert oft auf privater Initiative. Uns scheint vor allem die Sicherstellung von einem Minimum an gesundheitlicher Vorsorge, Schulbesuche für die Kinder und Trinkwasser für alle sehr wichtig. Aus diesem Grund geben wir Ihnen die Möglichkeit, kleine Hilfsprojekte zu unterstützen, die in diesen Bereichen tätig sind.

Wichtige Fakten

  1. Wie kommen die Produkte zu uns? In Afrika kann sich sozusagen niemand leisten, Produkte einfach so herzustellen, ohne einen sicheren Käufer zu haben. Das heisst, wenn wir etwas brauchen, schicken wir der Produzentin unsere Wunschliste, meistens per Mail, sonst per SMS oder Telefon. Dann schicken wir 50% des Preises, damit sie das Rohmaterial kaufen kann – das liegt nicht einfach in ihrer Werkstätte/Wohnung herum. Dann fängt die Produktion an. In der Regel geht das drei bis vier Wochen. Dann kommt das Verpacken und der Transport vom Ort der Produktion zum nächsten Flughafen, dann Flugfracht nach Zürich, mit Lastwagen nach Bern, Verzollung und ev. Kontrolle durch den Kantonsveterinär (Stachelschweinborsten, Strausseneier). Dann kann ich die Produkte selbst im Zollfreilager abholen gehen. Das ist der schnellste und günstigste Weg. Aber manchmal findet die Verzollung bereits in Zürich statt, dann müssen wir den Transport Zürich-Bern extra zahlen. Für den Transport rechnen wir mit etwa drei Wochen. Von der Bestellung bis die Ware bei uns ist, muss man mit 6-8 Wochen rechnen. Sperrige Güter kommen per Lastwagen, dann Schiff und wieder Lastwagen. Hier stellt sich immer die Frage, ob die Ware wirklich aufs Schiff geladen wird oder «vergessen» geht.
  2. Unsere Lieferanten: Viele Produzentinnen und Produzenten arbeiten zu Hause und liefern ihre Produkte in der Kooperative ab, wo sie entlöhnt werden und neues Material beziehen können. Dort können sie sich natürlich auch mit den anderen Produzentinnen austauschen.

 

Fair Trade: Wir richten uns nach den Richtlinien der WFTO (World Fair Trade Organization). Sie ist die internationale Dachorganisation für Fair-Trade-Organisationen in etwa 70 Ländern. Es ist das einzige globale Netzwerk, das sich aus Akteuren entlang der gesamten Fair-Trade-Wertschöpfungskette – also von der Produktion bis zum Verkauf – zusammensetzt.

Das Ziel der WFTO ist es, die Lebensumstände benachteiligter Produzentinnen und Produzenten zu verbessern, indem ihre Marktchancen verbessert werden. Die WFTO nimmt auch auf politischer Ebene Einfluss, um die Handelsbedingungen langfristig zu verändern.

Die 10 Fair-Trade-Standards der WFTO sind:

  1. Eine Chance für wirtschaftlich benachteiligte Produzent/innen
  2. Transparenz und Verantwortlichkeit
  3. Faire Handelspraktiken
  4. Zahlung eines fairen Preises
  5. Kinderarbeit und Zwangsarbeit sind ausgeschlossen
  6. Nicht-Diskriminierung, Gleichberechtigung und Vereinigungsfreiheit
  7. Bessere Arbeitsbedingungen
  8. Förderung der Fähigkeiten / Weiterbildung
  9. Förderung des Fairen Handels
  10. Umweltschutz

Hilfsprojekte

Nachfolgende eine kurze Beschreibung der unterstützten Projekte – mehr finden Sie, wenn Sie die Links anklicken.

Foto by Hilfswerk Enmigraw

Enmigraw

Die Ausgangslage im Niger: Auf einer Fläche, die 30mal so gross ist wie die Schweiz, leben ca. 15 Mio. Menschen, davon sind 18,4% Tuareg.

  • 61,4% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze
  • 28% der Kinder sterben bevor sie 5-jährig geworden sind
  • Die derzeitige Lebenserwartung beträgt etwa 42 Jahre
  • 69% der Männer und 82% der Frauen sind Analphabeten

Existenzbedrohend für den grössten Teil der Bevölkerung sind regelmässig wiederkehrende Dürren, Wassermangel und Nahrungsmittelknappheit. Im Sommerhalbjahr liegen die Temperaturen tagsüber bei etwa 45 Grad.

ENMIGRAW Suisse, in Zusammenarbeit mit Enmigraw Niger, setzt sich für eine Welt ein, in welcher die Tuareg würdevoll ihren Platz einnehmen können. Die ehrenamtliche Tätigkeit beinhaltet die Organisation, Finanzierung und Koordination von Hilfsprojekten für Tuareg-Nomaden in der Sahara.

Als langfristiges Ziel wollen wir den Wandel der Tuareg in neue Strukturen unterstützen, dabei jedoch ihre Autonomie wahren.

Enmigraw saniert und baut Brunnen, gewährt Kleinstkredite, um eine Geschäftstätigkeit, u.a. von Frauen, zu ermöglichen und unterstützt Nomadenschulen, um Kinder eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Mehr Informationen unter: www.tuareghelp.ch

Soleil d’Afrique

Soleil d’Afrique, Schul- und Spitalbau in Äthiopien.

Die Stiftung Soleil d’Afrique wurde im Jahr 2000 von der Ärztin Dr. Julia Bucher gegründet. Im 1995 absolvierte sie ein Praktikum im Spital von Gondar, Äthiopien und musste miterleben, dass täglich Kinder im Spital starben weil das benötigte medizinisches Material fehlte. Zuerst organisierte sie im privaten Rahmen medizinisches Material, einige Jahre später wurde in Zusammenarbeit mit leitenden Ärzten des Spitals Gondar Soleil d’Afrique gegründet.

Neben dem Spitalprojekt unterstützt Soleil d’Afrique eine fahrbare Augenklinik für ambulante Operationen bei grauem Star (Erblindung durch Trübung der Linse). Im 2017 konnte das Ziel von mindestens 1000 Operationen pro Jahr erreicht werden.

Das zweite Wirkungsfeld von Soleil d’Afrique ist die Schulbildung. Nur wenige junge Menschen haben Zugang zu einer guter Schulbildung. Vor allem Mädchen müssen im Arbeitsalltag Verantwortung übernehmen und gehen deswegen nicht zur Schule. In den öffentlichen Schulen sitzen bis zu 120 Kinder in einer Schulklasse und die Infrastruktur ist sehr bescheiden. Soleil d’Afrique hat in Gondar eine Schule für 1120 Schülerinnen und Schüler gebaut; die Verantwortung für die Schule wird heute von der Universität Gondar getragen.

Damit auch Kinder aus ärmsten Verhältnissen die Schule besuchen können, unterstützt Soleil d’Afrique 20% der Schulkinder mit einem Stipendium von etwa 300 Franken pro Jahr und Kind. Dies ermöglicht die Bezahlung von Schulgeld, Schulmaterial, Schulbus, Kleidung und Verpflegung.

Der Stiftungsrat von Soleil d’Afrique arbeitet unentgeltlich.

Mehr Informationen unter: www.soleil-d-afrique.ch

Foto Copyright by Kwa Wazee

Kwa Wazee

Kwa Wazee. Unterstützung für alte Menschen in Tanzania, die ihre Enkelkinder grossziehen.

Um die Jahrtausendwende hatte in Tansania jedes achte Kind nur ein Elternteil oder war Waise. Betroffen sind total etwa 2.4 Millionen Kinder. In vielen Fällen versorgen die Grosseltern unter prekären Bedingungen sowohl ihre an HIV erkrankten Kinder als auch die Enkelkinder.

Kwa Wazee wurde 2003 von Dr. Kurt Madörin, einem Schweizer Entwicklungsexperten, initiiert und mit einem kleinen lokalen Team aufgebaut. In der Schweiz entstand gleichzeitig der Verein Kwa Wazee für Mittelbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit. Er ist mit HelpAge Deutschland vernetzt.

Eine Unterstützung der Waisenkinder setzt eine Unterstützung der Grosseltern voraus. Kwa Wazee setzte von Anfang an bei beiden Gruppen an. Inzwischen ist die Ausbreitung von HIV leicht zurückgegangen und die prekären Lebensbedingungen etwas verbessert.

Währenddem sich die betroffenen Kinder mit der Unterstützung von Kurt Madörin im Sinne der Hilfe zu Selbsthilfe selbst organisierten, ihre Stärken diskutieren und auflisteten, wo sie am dringendsten Hilfe bräuchten, wurde die Generation der Grosseltern gestärkt. Mehrheitlich fehlte es an allem, es war für sie schwierig, aus dem kleinen Ertrag, den sie mit der Landwirtschaft verdienten, auch noch die Enkelkinder zu ernähren.

Das Projekt ermöglicht nun in Nshamba im Distrikt Muleba westlich vom Viktoria-See, dass allen alten Menschen ab 70 Jahren eine bescheidenen Altersrente von etwa 7 Franken pro Monat zugesichert wird. Neben dieser Altersrente, einmalig in Tansania, fördert Kwa Wazee die gesundheitliche Vorsorge, die Selbstverteidigung (um Übergriffe auf alte Frauen zu verhindern) und trägt die Gesundheitskosten für Operationen mit. Schon nach wenigen Monaten zeigte die Rente eine positive Wirkung sowohl für die Gesundheit der Bezüger/innen als auch für ihr Selbstwertgefühl und ihre Integration in der Gesellschaft. Eine Altersrente für alle bleibt das langfristige Ziel von Kwa Wazee. Kwa Wazee Schweiz arbeitet unentgeltlich.

Mehr Informationen unter: www.kwawazee.ch

Dieser Youtube-Film zeigt einen Zahltag in Nshamba:
https://www.youtube.com/watch?v=ciMQ44m8fSU